Wissenschaftliche Grundlagen


In jedem Menschen schlummern unterschiedliche Fähigkeiten und Talente.

Jeder Mensch hat außerdem eine ganz eigene
Erfahrungswelt, mit persönlichen Erwartungen,
Werthaltungen und Ansprüchen. Deswegen wird Studieren auch von jedem anders "erlebt". Was der eine als faszinierend empfindet, verursacht dem anderen vielleicht eine Gänsehaut.

Erkenntnistheoretisch spricht man in diesem Zusammenhang von Konstruktivismus. Einfach formuliert geht der Konstruktivismus davon aus, dass sich jeder Mensch seine eigene Realität überwiegend selbst konstruiert, dass es also keine absolute objektive Realität oder unverrückbare allgemein gültige Wahrheit gibt. Welches Studium das "Richtige" ist, lässt sich also "objektiv" nicht wirklich beantworten, sondern muss individuell entschieden werden.

Deshalb haben wir einen Erlebnisraum geschaffen, innerhalb
dessen die Möglichkeit besteht, aus persönlich wahrgenommenen, alternativen
Möglichkeiten jeweils diejenige auszuwählen, die subjektiv als passend empfunden
wird. Indem die Teilnehmer unserer Seminare Einblick in alle großen Fachdisziplinen erhalten,
können sie auf der Basis ihrer (subjektiven) Erfahrungen die eigenen Fähigkeiten
und Neigungen erkennen und eine Studienwahl treffen, die diesen am ehesten
entspricht.

Natürlich ist der universelle Bildungsansatz nicht neu. Schon die Scholarchen
lehrten im Anschluss an die berühmte platonische Akademie einen bunten Kanon
an Einzeldisziplinen - von der Mathematik über die Sprachwissenschaften bis hin
zur Harmonielehre. Studieren wurde dabei als Instrument zur Geistes- und
Charakterbildung begriffen und war eine ziemlich seriöse Sache. Wir sehen uns
dabei durchaus in der Tradition des klassischen Bildungsideals des Alexander von
Humboldt, in dessen Mittelpunkt eine Kombination bester akademischer Bildung
und Persönlichkeitsentwicklung steht.

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